Bötschenberg-News 2012

Mittelkürzungen im Sport sanieren Helmstedter Etat nicht

Die Kürzungen der Zuschüsse durch die Stadt Helmstedt für den Sport liegen bei 60 Prozent. Statt 165.800 € im Jahre 2010 werden jetzt noch 65.000 € gezahlt. Das bedeutet für den Helmstedter Sportverein: Statt 31.100 € im Jahre 2010 gibt es im Jahre 2012 nur noch 15.100 €. Die Stadt Helmstedt setzt den Rotstift dort an, wo es den meisten Bürgern wehtut und das Sparpotenzial am geringsten ist, bei den Sportvereinen. Einen Grundsatz hat sich der Vorstand des Helmstedter SV in den letzten fünfundzwanzig Jahren zu eigen gemacht.

Ergebnisverbesserung kann man nicht bei kleinen Summen erreichen, sondern nur bei den großen. Wir haben den Helmstedter Sportverein durch Entscheidungen auf Vordermann gebracht, die nicht immer den Beifall aller Vereinsmitglieder fanden. Das waren, um nur einige Maßnahmen zu nennen, der Rückzug der 1. Herrenfußballmannschaft aus der Bezirksoberliga (1995), die Umnutzung des Saales der Bötschenberg-Schänke zum Gesundheitssport-Zentrum (2003), die Anpassung des Gaststättenbetriebes an das Konsumverhalten (2004) und der Verzicht auf das Festzelt bei den Schwarz-Weißen-Nächten (2012). Und was macht der Rat der Stadt Helmstedt? Er nimmt eine bereits beschlossene Diätenerhöhung für die Ratsmitglieder wieder zurück, die Hundekottüten erhält man nicht mehr kostenlos und die Wasserfontäne am Ludgeriteich wird abgeschaltet. Man hätte aber bei freiwilligen Leistungen einmal konsequent kürzen oder streichen müssen. Beispielsweise bei der Pflege partnerschaftlicher Beziehungen, beim Theater, bei der Stadtbücherei, bei der Wirtschaftsförderung, beim Tourismus, bei der sonstigen Jugendarbeit, beim Jugendfreizeit- und Bildungszentrum, beim Maschstadion, beim Waldbad Birkerteich und beim Juliusbad. Dann könnte sich die Stadt Helmstedt wieder ihren wichtigsten Aufgaben widmen, und das sind: Die Förderung der Jugend und die Bildung. Der Helmstedter Sportverein wird diese Ungerechtigkeiten nicht mehr hinnehmen, sondern der Bevölkerung zugänglich machen.

Quelle: HSV-Vereinsnachrichten 2012

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