Bötschenberg-News 2012

Handballer in der Oberliga nur Vorletzter

Die Luft da oben, sie ist eindeutig rauer: Diese Erfahrung machten die Handballfreunde in ihrer ersten Oberliga-Halbserie. Der Aufsteiger ging nur als Vorletzter in die kurze Winterpause. ´Die beiden letzten Niederlagen gegen Hohnhorst Haste und Alfeld tun weh, keine Frage. Das waren auf dem Papier zwei Pflichtsiege. Doch es ist definitiv noch nichts verloren`, sagt Jan Disselhoff, der gemeinsam mit Gunnar Mollenhauer das Trainergespann der Handballfreunde bildet. ´Bei uns wird der Kopf jedenfalls nicht in den Sand gesteckt.` Die Zahlen nach den ersten vierzehn Saisonpartien lesen sich zwar ernüchternd, erst zwei Erfolge und ein Unentschieden stehen bei bereits elf Niederlagen auf der Habenseite zu Buche. Allerdings kommen diese Zahlen ja auch nicht von ungefähr. ´Wenn drei der ersten sechs Feldspieler ausfallen, dann kannst du nicht einfach so adäquat ausgleichen`, hebt Jan Disselhoff hervor. Als ersten HF-Akteur erwischte es Neuzugang Andy Ost. Der Rückraumspieler hatte sich im Abschlusstraining vor dem Derby gegen den MTV Warberg einen Unterarmbruch zugezogen und musste operiert werden. Damit war die Hinrunde für ihn gelaufen. ´Er hat uns zwei Monate gefehlt. Wenn Andy richtig fit wird, dann hoffen wir, dass er die Trendwende bringen kann`, erklärt der HF-Coach, der Ost als Mann für die leichten Tore bezeichnet. Während Ost zum Team zurückkehrt, ist für zwei weitere Leistungsträger die Saison bereits beendet: Marco Schöttke und Markus Kopp zogen sich jeweils einen Kreuzbandriss zu und werden beim Unternehmen Klassenerhalt nur noch zugucken können. Zwei herbe Verluste, nicht nur, was die Qualität auf dem Feld betrifft. ´Das sind auch zwei Persönlichkeiten, die eben nicht mehr dabei sind.` Das müssen die HF nun als Mannschaft auffangen und sich vor allem in der Offensive steigern. ´Unser Ziel muss es sein, dass wir nicht mehr so ausrechenbar sind`, stellt Jan Disselhoff klar: ´Wir werfen nämlich einfach zu wenige Tore. In der Oberliga musst du im Schnitt schon 30 Tore anpeilen.` Eine Zahl, die die Helmstedter bislang nur einmal erreichten. Im Schnitt sind sie mit 23,29 Treffern davon sogar meilenweit entfernt. ´Wir müssen als Mannschaft daran arbeiten, dass unser Zusammenspiel besser wird`, meint Disselhoff. In der kurzen Weihnachtspause haben die Handballfreunde durchtrainiert, um in Bewegung zu bleiben. Nach dem Jahreswechsel werde dann im Training wieder angezogen. ´Wir spielen am 05. Januar bei einem Turnier in Haldensleben und treffen dort auf ansprechende Gegner. Danach werden wir noch dreimal trainieren, ein weiteres Testspiel bestreiten, um dann hoffentlich gut gerüstet am 12. Januar nach Großenheidorn zu fahren`, zeigt Jan Disselhoff den Fahrplan bis zum ersten Spiel des Jahres auf, in dem es gleich gegen einen direkten Konkurrenten geht.

Quelle: BZ-online vom 28.12.2012

Drucken E-Mail