Bötschenberg-News 2013

Keine Silvesterparty auf dem Bötschenberg

In einem bemerkenswerten Artikel in den Vereinsnachrichten 2013 äußert sich der Vereinsvorsitzende Manfred Reichert über die Durchführung von Silvesterfeiern in der Bötschenberg-Schänke:

Viele Jahre gehörte eine Silvesterparty zum festen Bestandteil unseres Vereinslebens. Auch bei dieser Veranstaltung war allerdings der Trend zu erkennen, dass immer weniger junge Vereinsmitglieder an dieser Party teilnahmen. Aber nicht nur das: Der Veranstalter, und das ist im wesentlichem der Vereinsvorsitzende, hatte bei der Silvesterparty immer mehr und höhere Hürden zu bewältigen. Das fing beim Personal an. Obwohl der Verein bei dieser Silvesterfeier mindestens doppelte Normalstundenlöhne bezahlte, wurde es immer schwieriger, Personal für die Silvesterparty zu finden. Dazu wurde über Wochen Druck auf den Vereinsvorsitzenden ausgeübt, nicht zu viele Gäste anzunehmen. Bei einem Preis pro Person von 60,00 bis 65,00 € rechnet sich so eine Veranstaltung aber nur, wenn mindestens hundert Gäste teilnehmen. Das nächste Thema war der Discjockey. ´Normale` Discjockeys nehmen Silvester pro Stunde 120,00 €. Das sind dann bei sieben Stunden 840,00 € zuzüglich Speisen und Getränke. Mit anderen Worten, die Serviererinnen, die sich an diesem Abend acht Stunden lang die Hacken ablaufen, verdienen den ganzen Abend so viel wie der Discjockey in einer Stunde. Das geht gegen das soziale Gewissen des Vereinsvorstandes. Aus diesem Grunde wurde ein preiswerterer Discjockey engagiert mit der Folge, dass sich der Vereinsvorsitzende den ganzen Abend anhören musste, das die Musik nicht passe. Der nächste Punkt war ein ausgesprochenes Rauchverbot. Obwohl dies in der Bötschenberg-Schänke bei Veranstaltungen locker gehandhabt wird, wurde bei der letzten SiIvesterparty auf vielfachen Gästewunsch ein Rauchverbot für alle Räumlichkeiten in der Bötschenberg-Schänke ausgesprochen mit der Folge, dass einige Vereinsmitglieder diese Anweisung im Laufe des Abends einfach ignorierten. Letztendlich war das Ende der Silvesterparty zwischen 3:00 und 4:00 Uhr morgens natürlich, so wie bei den vergangenen dreiunddreißig Schwarz-Weißen-Nächten oder bei den Vereinsfeiern der Fußballabteilung, wieder viel zu früh. Auch hier sind es immer wieder dieselben Gäste, die kein Ende finden wollen. Dass der Vereinsvorstand vor der Silvesterparty noch umfangreiche Vorbereitungen, wie Saalschmückung, Einkauf von Speisen, Verkauf der Eintrittskarten, Reservierung der Plätze usw., vorzunehmen hat, sei hier nur am Rande erwähnt.

Das Fazit lautet: Es ist für die Organisatoren solcher Festivitäten einfach nicht mehr machbar, den Mitgliederwünschen zu entsprechen, da diese lauten: ´Ich möchte ein Ambiente wie bei Mövenpick haben und Preise wie bei Aldi zahlen.`

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