Archiv 1913 bis 2008

Werder Bremen auf dem Bötschenberg

 Die junge Mannschaft des HSV Helmstedt, nach drei Jahren in der Bezirksklasse wieder in die Amateurliga aufgestiegen, brachte es am Pfingstmontag fertig, Werder Bremen mit 5:3 zu schlagen. Vor mehr als 5.000 Zuschauern am Bötschenberg in Helmstedt wuchsen die HSVer über sich selbst hinaus. Der Sieg kam erst in der letzten Hälfte der zweiten Halbzeit zustande, als die Helmstedter ungestüm angriffen. In diesem Zeitraum fielen fünf der acht Tore des Spiels. Zur Halbzeit noch führte Werder Bremen mit 1:0, und auch den späteren Ausgleich der Helmstedter am Beginn der zweiten Spielhälfte glichen die Bremer recht bald wieder aus. Dann aber drängten die Helmstedter nach vorn, gingen unbekümmert und mit Eifer gegen die Gäste vor und erzielten ein Tor nach dem anderen. Das vorzügliche Bremer Stellungsspiel hatten die Helmstedter schnell begriffen und sich darauf eingestellt. Absonderlich schwache Punkte gab es in der Helmstedter Mannschaft nicht. Sicher, die Bremer waren ihnen, insgesamt gesehen, taktisch und technisch überlegen, aber die Helmstedter spielten mit Herz und Eifer. Ihr bester Mann war ohne Zweifel der junge Torwart Gerhard Brettin. Er hatte weit mehr zu tun als sein Gegenüber llic, und gefährlicher waren die Schröderschen Schüsse als das, was der Helmstedter Sturm auf das Tor setzte. Die Tore fielen: 22. Min. Willmovius 0:1, 48. Min. Vergin 1:1, 50. Min. Willmovius 1:2, 55. Min. Plewka 2:2, 58. Min. Schröder 2:3, 60. Min. Baukus 3:3, 79. Min. Plewka 4:3 und 85. Min. Baukus 5:3.

Quelle: Braunschweiger Zeitung

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