Archiv 1913 bis 2008

VfL Wolfsburg auf dem Bötschenberg

Das Freundschaftsspiel des HSV gegen die Amateur-Oberligisten des VfL Wolfsburg, das am Sonnabendabend auf dem Bötschenberg den Auftakt zum 48. Stiftungsfest bildete, brachte von beiden Seiten zwar keine überragenden Leistungen, aber das durfte man auch zum Saisonbeginn kaum erwarten. Bei beiden Mannschaften konnten die Abwehrreihen noch am meisten überzeugen, man ließ den gegnerischen Sturm nur selten richtig zur Entfaltung kommen. Technisch hatten die Wolfsburger den Helmstedtern einiges voraus, ohne aber daraus Kapital schlagen zu können, denn die Stürmer schossen herzlich schlecht. Die Helmstedter Fünferreihe muss sich noch zu einer geschlosseneren Leistung zusammenfinden, am Verständnis untereinander haperte es noch. Zu Beginn konnte man noch mit einem torreichen Spiel rechnen, denn bereits in der 5. Minute setzte Sowitzki einen flachen Aufsetzer zum 1:0 für die Schwarz?Weißen ins Netz. Wenn auch die Wolfsburger auf den Ausgleich drängten, so schossen sie doch zu schlecht, um Torwart Brettin, der wieder in guter Form war, ernstlich gefährden zu können. Die Läuferreihe des HSV schickte mit weiten Vorlagen ihren Sturm immer wieder nach vorn, doch kamen die Bälle meist zu hoch, so dass die körperlich stabilere Hintermannschaft des Gegners größtenteils Sieger blieb. Mit flachem Abspiel hätte man sicherlich mehr erreichen können. Eine große Chance, durch einen platzierten Kopfball zum zweiten Treffer zu kommen, wurde von den Helmstedtern knapp vergeben. So blieb dieses eine Tor die ganze Ausbeute der ersten Spielhälfte.

Fast wäre der HSV im Spiel gegen den VfL Wolfsburg mit 2:0 in Führung gegangen, aber der rasante Kopfball von Uwe Borstelmann verfehlt knapp das Ziel.

In der Pause wechselten die Mannschaften nur geringfügig aus. Der HSV setzte als Mittelstürmer nun Schwieger für Kaschmirzak und Wittneben II als Verteidiger für Knigge ein. Der VfL brachte den ehemaligen HSV?Jugendspieler Funke für Langer als rechten Läufer ins Spiel. Die Volkswagenstädter wurden nun etwas überlegener, aber es dauerte immerhin bis zur 65. Minute, ehe der Halblinke Ex?Vorsfelder Rüge, übrigens einer der Besten seiner Elf, durch einen unhaltbaren Schuss ins linke Eck den verdienten Ausgleich erzielte. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Schon fünf Minuten später schoss Knigge, der inzwischen als Linksaußen wieder ins Spiel kam, scharf aufs Tor, Torwart Schulze konnte den Ball nicht festhalten und Sowitzki brachte nur noch einzudrücken. Aber der Ausgleich gelang den Gästen schließlich in der 82. Minute doch noch. Linksaußen Klinzmann setzte den Ball für Brettin unhaltbar in die Maschen. Alles in allem ein gerechtes Ergebnis des Spiels, obwohl es nicht alles über die wirkliche Spielstärke beider Mannschaften ausdrückte. Weder der HSV noch der VfL Wolfsburg hatten ihre stärkste Besetzung zur Stelle. Bei den Helmstedtern fehlten vor allem noch Quast und Baukus II, so dass die Mannschaft in den kommenden Punktspielen noch verändert werden dürfte. Ob Kaschmirzak der ideale Mittelstürmer ist, hat dieses Spiel nicht bewiesen. Auch Plewka als Linksaußen kam nicht zur Geltung. Knigge war hier wesentlich wirkungsvoller. Der rechte Flügel mit den jungen Spielern Deike und Borstelmann ist durchaus entwicklungsfähig. Warten wir also ab, wie sich die Mannschaft in den kommenden Wochen noch zu steigern vermag. Der VfL Wolfsburg spielte mit Schulze; Mitschke, Reckel; Klitzke, Litzenberg, Langer (Funke); Felleckner, Fischer, Wittenbar, Rüge und Klinzmann und der Helmstedter SV mit Brettin; Vollenschar, Knigge (Wittneben II); Betzner, Löw, Baukus I; Deike, Borstelmann, Kaschmirzak (Schwieger), Sowitzki und Plewka.

Quelle: Helmstedter Kreisblatt

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