Archiv 1913 bis 2008

Vereinsführer W. Klingemann zum Jubiläum

Die Geschichte eines Vereins dürfte im Allgemeinen wenig Beachtung bei den Außenstehenden finden, und das mit Recht. Das Vergangene interessiert nicht, ihn packt nur das Leben, in dem er steht, in dem er ringen muss um seine Erhaltung, und um dem Staat zu dienen. Anders bei denen, die sich in harter Arbeit dem Sport, d. h. der Körperertüchtigung verschrieben, gleich ob sie auf grünem Rasen oder in den Hallen um den Sieg kämpfen oder in der Verwaltung ihre Arbeit leisten. Ihnen bedeutet jeder Abschnitt ein Stück Geschichte.

Fünfundzwanzig Jahre, eine lange Zeit, wenn man bedenkt, dass mit den politischen Geschehen früherer Zeit auch immer am Sport gerüttelt wurde, um wieder zu teilen und besser beherrschen zu können. Das ist für alle Zeiten vorbei. Endlich ein Bund, eine Führung, ein Wille. Fünfundzwanzig Jahre stiller, unermüdlicher Arbeit haben uns den Sport näher gebracht, Arbeit, die nur der richtig zu würdigen weiß, der mitgearbeitet hat am Geschehen der verflossenen Zeit, und so dürfen wir heute mit Stolz zurückblicken auf die von uns geleistete Arbeit. Vor allem die Männer, die den jungen Baum pflanzten, ihn wachsen sahen und heute noch für den Wachstum sorgen.

Viele sind ausgeschieden, manche deckt der grüne Rasen, auch hat der Krieg seinen Tribut gefordert. Allen aber ist der Dank der Sportgemeinschaft gewiss. Weiter wie bisher festzuhalten an dem beginnenden Aufstieg, der überall sichtbar ist, wird zur Pflicht gemacht. Die nächsten fünfundzwanzig Jahre müssen den Beweis erbringen, dass ein Baum, gepflanzt unter spärlichen Bodenverhältnissen, doch ein starker wird, wenn alle Kräfte bemüht sind, mitzuhelfen an dem Gelingen eines größeren Baues. Möge es allen vergönnt sein, auch den fünfzigsten Geburtstag unserer Sportgemeinschaft mitzuerleben, an Erfahrung reicher zu werden, im Kampf härter um unseres großdeutschen Sportes willen und damit unserer schwarz-weißen Gemeinschaft.

Quelle: Helmstedter Kreisblatt

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