Internationales Ju-Jutsu X-Mas Turnier in Rastede

Zu m Jahresabschluss und gleichzeitigem Höhepunkt des Wettkampfjahres machten sich neun Wettkämpfer aus dem goshin-dojo des Helmstedter Sportvereins auf den Weg, um auf dem internationalen Weihnachtsturnier X-MAS in Rastede zu kämpfen. Insgesamt 304 Wettkämpfer aus 43 Vereinen und vier Nationen waren dabei. Für einige der neun jugendlichen Wettkämpfer vom HSV war es erst der zweite Auftritt auf der Wettkampfbühne.

Der erst siebenjährige Tjark Rose musste in der Altersklasse U10 antreten, weil es in seiner Altersklasse U8 keine Gegner gab. Trotz beherztem Auftreten von Tjark konnte er gegen die körperliche Überlegenheit der Gegner nichts ausrichten und verlor - wenn auch knapp - seine Kämpfe. Trotzdem erreichte er durch seine erkämpften Punkte Platz vier. Bei Philine Iser lief es etwas besser. Ihre erste Gegnerin aus Gelsenkirchen war deutlich größer. In einem beherzten Kampf verlor sie nur knapp nach Punkten. In ihrem zweiten Kampf war sie gegen die spätere Siegerin klar die Bessere und hätte den Sieg mehr als verdient gehabt. Nur wegen mehreren nicht nachvollziehbaren Endscheidungen des Kampfrichters blieb ihr dieser Sieg verwehrt. Zwei klare Treffer kurz vor Schluss wurden - auch nach Protest - nicht anerkannt und so wurde aus einem 10:7-Sieg eine 6:7-Niederlage. Aber im Kampf um Platz drei gab sie noch mal alles und gewann klar mit 9:2 und sicherte sich so den Bronzepokal. Till Lampe hatte eine sehr schwere Gruppe erwischt. Zwar kämpfte er beherzt und willensstark, konnte aber an die guten Leistungen beim Lapau-Pokal nicht ganz anknüpfen, verlor seine Kämpfe und erreichte den 5. Platz. In der U12 bis 38 kg musste Henry Lai im KO-System antreten. Hier verlor er gegen den späteren Sieger seinen ersten Kampf klar. So kam er in die Trostrunde, um dort um den 3. Platz zu kämpfen. Hier zeigte er, dass in Zukunft mit ihm zu rechnen ist. In einem fulminanten Kampf besiegte er seinen Gegner durch technische Überlegenheit mit 14:0 und stand im Viertelfinale. Auch in dieser Auseinandersetzung zeigte er gute Ansätze, musste sich aber in einer hart geführten Partie mit 6:5 geschlagen geben. Am Ende hieß es für ihn Platz sieben. Robert Markmann ging in der U15 bis 45 kg auf der Matte. Dort verschlief er die erste Minute in seinem ersten Kampf, so dass sein Kontrahent schon mit 6:0 führte. Doch Robert ließ sich durch die aussichtslos erscheinende Lage nicht aus der Ruhe bringen und startete eine grandiose Aufholjagd. 30 Sekunden später hatte er die Partie wieder ausgeglichen und bis auf einen Punkt den Rückstand wettgemacht. Vier Sekunden blieben ihm noch, um einen Treffer zu setzen. Die Zeit reichte nicht. In seinem zweiten Kampf bekam er einen verbotenen Fauststoß auf die Nase. Auch Proteste gegen diese verbotene Technik blieben erfolglos. So konnte Robert nicht mehr weiterkämpfen, Ihm blieb nur die Aufgabe und Platz 7. Auch Leon Schrader erwischte einen rabenschwarzen Tag. Im ersten Kampf in Führung liegend, brach eine alte Verletzung wieder auf. Er wollte unbedingt weiterkämpfen, aber Ringarzt und die HSV-Trainer nahmen ihn aus dem Turnier.

Kea Schrenke erwischte eine Hammergruppe mit internationalen erfahrenen Kämpferinnen. Schon im ersten Kampf musste sie gegen die mehrmalige niederländische Meisterin antreten. In einem tollen Kampf zog sie sich beachtlich aus der Affäre, verlor aber und verletzte sich zudem noch. Das Turnier war für sie beendet. Xiao Tong Lai bot - wie bereits beim Lapau-Pokal in Weferlingen - eine überragende Leistung. Im ersten Kampf schlug sie ihre um einen halben Kopf größere Gegnerin klar, setzte viele saubere und schnelle Atemitreffer und fuhr einen ungefährdeten 11:4-Sieg ein. In ihrem zweiten Kampf lag sie schon in Führung. Sie musste nur noch einen einzigen Treffer landen – ohne Erfolg. Sie verlor mit 3:4. Trotzdem konnte sie den Bronze-Pokal mit nach Hause nehmen. Zu guter Letzt ging Amélie Conring bei den Mädchen der U15 bis 52 kg an den Start. Hier standen mit ihr Kämpferinnen aus dem Landes-und Bundeskader auf der Matte. Amélie zeigte sich wenig beeindruckt und schlug ihre erste Gegnerin in klar mit 11:1. Auch bei ihrem zweiten Kampf gab Amélie alles, verlor aber mit 11:12 gegen die spätere Silberpokal-Gewinnerin. Bei ihrem Kampf um Platz 3 ließ Amélie ihrer Gegnerin aus Dänemark mit 15:2 keine Chance und sicherte sich den Bronzepokal. Mit drei 3., zwei 4., einem 5., zwei 7.Plätzen und einem 9. Platz zeigten sich die Trainer Roman Rose und Andreas Oeft des Helmstedter Sportvereins sehr zufrieden.

2015 01 06Xmas Turnier Ju Jutsu

Tjark Rose, Kea Schrenke und Philine Iser

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