Bötschenberg-News 2018

Das Goshin-Dojo des Helmstedter Sportvereins trumpft auf

Fünf Landesmeistertitel der Ju-Jutsu Kämpfer bei den Landeseinzelmeisterschaften in Lüneburg gehen Helmstedter 

Bei den Landeseinzelmeisterschaften in Lüneburg im Ju-Jutsu Fighting starteten 15 qualifizierte Ju-Jutsu-Kämpfer vom Goshin-Dojo des Helmstedter SV. Den Beginn machten die Altersklassen U10. Mit Conner Stiemerling hatte der HSV gleich einen Landesmeisterschaftsneuling auf der Matte. Mit beherztem Auftreten gewann er seinen ersten Kampf mit 8:6, unterlag dann aber in seinem zweiten Kampf. Im Halbfinale hielt er lange mit, verlor dann aber doch recht knapp gegen einen Kämpfer vom TKW Nienburg. Am Ende sicherte er sich bei seinem ersten Auftritt bei einer Landesmeisterschaft Bronze.

In der Altersklasse U12 bis 34 Kg waren gleich zwei Helmstedter gefordert: Malte Teramihardja und Jonas Michaelis. Da es so viele Kämpfer in dieser Gewichtsklasse gab, wurde im Doppel Ko-System gekämpft. Jonas Michaelis verloren seinen ersten Kampf knapp nach Punkten und musste in die Trostrunde. Den zweiten Kampf verlor er ebenfalls knapp nach Punkten und musste sich mit Platz sieben zufrieden geben. Auch Malte Teramihardja musste nach einer Niederlage in die Trostrunde, die er dann aber mit zwei Full Ippon Siegen aufmischte und sich die Bronzemedaille sicherte. Vincent Müller musste seinen ersten Kampf in der U12 bis 30 KG verletzungsbedingt abgeben. Im zweiten siegten er jedoch und wurde Vizemeister.

Etwas tragisch endete der erste Auftritt von Paula Hühne in der U12 bis 36Kg Mix-Klasse. Die Regionalmeisterin aus Helmstedt führte bis kurz vor Kampfschluss schon deutlich mit 19:7 Punkten, wurde dann von ihrer Gegnerin aus Rottorf in Part 2 ausgekontert und am Boden festgehalten, so dass Paula den sicheren Sieg noch abgab. Im zweiten Kampf legte Paula aber nach und bezwang einen männlichen Kämpfer vom SC Essehof deutlich mit 19:2 und wurde Vizemeisterin.

In einem Doppelpool in der U12 bis 38kg Klasse waren gleich drei Helmstedter vertreten: Fynn Köhler in Pool A, Tjark Rose und Noah Schöndube in Pool B. In Pool A herrschten schnell klare Verhältnisse. Fynn Köhler zeigte sich sehr gut vorbereitet und wurde mit zwei Siegen Erster in seinem Pool. In Pool B ging es etwas enger zu. Tjark Rose gewann den vereinsinternen Kampf gegen Noah Schöndube, wurde aber im zweiten Kampf wegen zwei verbotener Techniken disqualifiziert. Noah Schöndube gewann hingegen seinen zweiten Kampf mit Full Ippon und stand im Halbfinale, dass er wie Fynn Köhler gewann. So machten die beiden Helmstedter den Sieg unter sich aus, wobei Noah Schöndube das bessere Ende für sich hatte und das Finale gegen Fynn Köhler für sich entschied.

Neele Röber musste eine Gewichtsklasse höher, in der U15 bis 48kg, antreten. Die deutsche Vizemeisterin von 2017 gab sich aber keine Blöße, siegte dreimal und wurde Landesmeisterin. Ähnlich machte es Henry Lai bei den U15-Kämpfern bis 55 kg – er machte den Meistertitel klar. In seinem Pool gewann er zweimal deutlich mit 14:0 und 21:5. Auch im Halbfinale und im Finale siegte er deutlich gegen seine Gegner aus Rottorf und Lüneburg mit Full Ippon.

Bei den U18-Mädchen bis 70kg starteten wieder zwei Helmstedter in der gleichen Klasse, Kim Pakur und Juliana Bartel. Erstere hielt im ersten Kampf gegen Malin Hildebrandt aus Delmenhorst lange gut mit und gestaltete den Kampf lange offen. Doch das hohe Tempo von Hildebrandt war zu hoch, so dass Kim doch noch mit Full Ippon unterlag. Ihren besten Kampf zeigte Kim Pakur gegen die amtierende deutsche Vizemeisterin Lina Römmling aus Lüneburg. Hier verlor sie knapp mit 9:10 Punkten und belegte den undankbaren fünften Platz, der nicht mehr zur Qualifikation für die Norddeutsche Meisterschaft reichte. Besser lief es bei Juliana Bartel. Sie siegte in ihren ersten beiden Kämpfen mit Full Ippon. Auch den dritten Kampf gegen Lina Römmling entschied sie knapp für sich. Im Kampf um Platz eins entbrannte eine wahre Schlacht mit Malin Hildebrandt. Drei Sekunden vor Schluss beim Stand von 12:12 gelang Juliana der entscheidende Wurf zum Sieg. So glaubte man. Obwohl die Kampfrichter für diese Aktion einen Punkt vergaben, tauchte dieser nicht in der Wertung auf und Hildebrandt wurde wegen eines Punktes mehr in der Unterbewertung zur Siegerin erklärt. Auch halfen Proteste der Helmstedter Trainer nichts. Für Juliana blieb daher nur die Vizemeisterschaft. Xiaotong Lai gewann in der U18 bis 48kg ihre Kämpfe durch nicht Antreten ihrer Gegnerin und wurde so kampflos Landesmeisterin.

In der U18 bis 81Kg Klasse griff Leon Schrader ins Kampfgeschehen ein. Im ersten Kampf setzte er um, was im Training immer und immer wieder trainiert wurde und siegte mit Full Ippon. Auch den zweiten Kampf siegte er knapp mit 10:7. Den finalen Kampf verlor er trotz Führung nach abgelaufener Verletzungszeit. Er wurde Vizemeister Das Sahnestück lieferte aber Piet Hunsicker bei den Senioren bis 69Kg ab. Eigentlich kämpft Piet im ersten Jahr eine Altersklasse tiefer bei den U21-Jugendlichen. Da es aber keine Gegner in dieser Altersstufe gab, musste Piet bei den Herren antreten. Und diese Klasse mischte er auf. Zunächst gewann er seinen ersten Kampf mit Full Ippon 14:0. Dann besiegte er einen Bundeskaderathleten aus Vorsfelde mit 10:8. Auch seine weiteren zwei Kämpfe konnte er souverän gewinnen und wurde so hochverdient Landesmeister. So haben sich sieben Wettkämpfer vom Goshin-Dojo des Helmstedter Sportverein für die Norddeutsche Meisterschaft am 28. April in Norderstedt qualifiziert.

Die Helmstedter Trainer Dirk Thielemann, Stefan Schöndube und Andreas Oeft sind mit dem Abschneiden ihrer Kämpfer sehr zufrieden. In der Mannschaftswertung belegt der Helmstedter SV einen tollen dritten Platz von über 30 gestarteten Vereinen aus Niedersachsen und ist bester Verein im Bezirk Braunschweig.

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